mmm - Münchener Medien Marathon 2002

Monomediales Experiment - und wenigstens ein Fan leidet mit

13.10.2002: der Medien Marathon München war angesagt. Für uns Skater nur eine halbe Sache mit ca. 22,5 km, dafür aber auch nur halbem Startgeld und großen Nudelportionen. Als gerechtem Ausgleich.

Wie so oft in dem Jahr hatte es die Tage zuvor noch gekübelt, was runter ging, und die netten Wetterprognosen bei wetter.com, wetter.de und wetter123.de waren sich von Anfang der Woche an einig, daß die Regenwahrscheinlichkeit am Sonntag zwischen 0 und 70% liegen würde. Hohe Wahrscheinlichkeit für eine korrekte Vorhersage...


So waren wir auch diesmal wieder nur mit einem Rumpfteam - Axel und ich - angetreten. Und das Wetter war morgens auch noch richtig ‚greislig', wie wir bei uns zu sagen pflegen. Da kam es ganz gelegen, daß ich immer noch nicht sicher war, ob meine Anmeldung jetzt OK war oder nicht. War sie dann doch. Und auch der Regen hat noch rechtzeitig aufgehört - nicht rechtzeitig genug aber zum Abtrocknen der Straße.

Also entschloß ich mich, die neuberollten alten Skates zu verwenden - diejenigen, auf die ich genau zu dem Zweck ‚Regenrollen' montiert hatte. Erster Test in vito beim Wettbewerb.

Sieht hier schöner aus, als es in Wirklichkeit war...

An dem Tag mein einziger Fan...


Schon beim Einlaufen war ein deutlicher Unterschied zu früher festzustellen, was mich aber nur davon überzeugte, die richtige Wahl getroffen zu haben. Was sich aber dann als wirkliche Fehlinterpretation herausstellte:

Schon kurz nach dem Start in einer leichten Abwärtskurve hatte ich nur noch Probleme, mit den langsam rollenden Kollegen mitzuhalten - bei vollem Einsatz. Meine wunderbaren Regen'reifen' sind wohl viel zu effektiv, kleben direkt auf dem Asphalt und sind einfach unfahrbar.

So war ich nach 3 km schon (fast) ganz nach hinten durchgereicht worden - nicht ganz in meinem Sinne. Eine Zuschauerin überredete mich zum Weiterskaten, und dann auch bei km 6 noch Erwin, der dort als Streckenposten seinen Dienst tat und reichlich lange auf mich gewartet hatte.

Einen Kilometer weiter hatte ich dann wirklich keine Lust mehr, schnaufend neben relativ untrainierten Mitläufern zu skaten und habe genüsslich den Weg zurück zum Olympiagelände angetreten. Dort noch einige Runden drehen und auf Axel warten - der sehr positiv gestimmt ankam: Sein erster Wettkampf, mit einem guten Ergebnis sowohl zeitlich als auch als Resultat in seiner Altersklasse. Glückwunsch.

Axel - very dynamic on the roadDa waren wir noch zu zweit...

Der Rest ist schnell erzählt: Erinnerungsfoto von uns beiden; Einnahme des obligatorischen Nudelgerichts; Abholung von Axels Urkunde und Heimfahrt im Sonnenschein (hätte der auch nicht schon früher beginnen können?).

Wenigstens hatte ich nach dem für mich mickrig verlaufenen Event einen Workout realisiert, der sonst nur auf sehr viel längeren Strecken stattfindet. Auch eine Methode - aber nicht mehr im Wettbewerb.