Was Ihr tun könnt - und was nicht:

Feedback

Am wichtigsten: Nicht nachlassen oder aufgeben

Laßt Euch nicht von der scheinbaren Nutzlosigkeit der Aktionen bremsen. Klar, daß nach Tagen, Wochen und Monaten irgendwann einmal der Elan erlischt, eine gewisse Abstumpfung gegenüber den Headlines und Bildern des ‚Kriegs als live entertainment' wächst. Wir müssen uns klar sein, daß nur dauerndes Anprangern dafür steht, die Informationen auch dorthin zu tragen, wo sie benötigt werden. Der Vietnam-Krieg ist auch nicht nach kurzer Zeit beendet worden - erst der anhaltende Widerstand dagegen hat die kontroverse Diskussion entfacht und schließlich zur Beendigung geführt.

Täglich etwas Zeit spendieren

In diesem Kontext sollte jeder täglich etwas Zeit verwenden, aktiv an der Arbeit für den Frieden mitzuwirken. Wenn diese Zeit eingeplant ist, dann kann auch das Ergebnis überprüft werden - und man läuft weniger Gefahr, daß die Aktivität nachläßt.

Informieren

Gute Information ist ein Schlüsselelement. Keine Argumentation wird greifen, wenn sie einfach zu widerlegen, nicht fundiert oder schlichtweg falsch ist. Die eigene Information schließt ein, daß beide Seiten (und ich hoffe, daß es bei zwei bleibt) gehört, daß die Informationen analysiert und die für jeden individuellen Schlüsse daraus gezogen werden. Erst mit adäquater Eigeninformation kann daran gegangen werden, auch andere zu informieren und damit zu überzeugen.

Organisationen unterstützen

Viele Organisationen arbeiten aktiv gegen diesen Krieg und für den Frieden. Sucht Euch eine oder mehrere aus, die Euren Grundeinstellungen entsprechen, und unterstützt diese aktiv. Sinnvoll ist eine lokale Partizipation an Aktionen, da hier direkte Wirkung erzielt werden kann. Global arbeitende Organisationen rufen oft auch zu weltweiten Aktionen auf - einfach aktiv teilnehmen und mit gestalten.

Politiker und Celebrities unterstützen

Ähnliches wie bei Organisationen gilt für Politiker, Schauspieler, Wissenschaftler. Hier geht es vor allem auch darum, deren Bekanntheitsgrad und Zugkraft auszunutzen und eigene Argumentationen darauf aufzubauen. Scheut Euch nicht zu zitieren; ein guter Name ist manchmal der Entry-Point für positive Überzeugungsarbeit.


What you should not do

In Antiamerikanismus schwelgen

Mittlerweile mehren sich die Anzeichen eines undifferenzierten Antiamerkanismus, der sich sehr ähnlich zu den euro-, franco- und germanophoben Aktionen kurzsichtiger US-Poliker äußert. Das ist zu einfach, zu stupide und darf kein Mittel der Wahl werden! Boykott von Unterstützern des Kriegs, von Firmen, die jetzt schon den Kuchen des Wiederaufbaus verteilen - klar und nötig. Eine pauschale Verurteilung entzieht uns jedoch die argumentative Basis und zieht uns moralisch auf dieses miese Niveau. Auch hier gilt: Informieren, dann agieren.